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Was sind Visits, was sind Sessions?

Sunday, 18. October 2009 1:07

Wenn wir mit Kunden über die möglichen Lasttesteckdaten sprechen, dann ist immer wieder von Visits und Sessions die Rede. Beide Begriffe stammen aus dem Englischen, sind aber durch das Internet und die meist in Englisch ablaufende Softwareentwicklung in den allgemeinen Sprachgebrauch im Bereich Last- und Performancetests eingegangen. Selbstverständlich gibt es auch deutsche Entsprechungen, wenn auch weniger oft benutzt: Besuche und Sitzungen.

Warum geht es im Allgemeinen?

Visits und Sessions sind Begriffe aus der Webentwicklung, werden aber auch als Metriken im Webumfeld genutzt. Der technische Teil verbindet sich in der endgültigen Definition mit der wirtschaftlich/mathematischen zur eigentliche Bedeutung. Was wir also wollen ist: a) wissen was dahinter steckt, b) erfahren was die Begriffe definieren und c) wissen wozu man die Zahlen braucht.

Was ist ein Visit?

Wenn man sich dazu entschließt, eine Webseite zu besuchen, dann ruft man irgendwann eine erste Seite auf. In diesem Moment hat man einen Visit begonnen oder auf Deutsch – man ist zum Besucher geworden. So lange man sein Surfen auf dieser Webseite fortsetzt, solange setzt man seinen Visit fort. Alle einzelnen Seiten zusammengenommen, bilden damit, beginnnend mit der ersten Seite, einen Visit.

Für den Betreiber ist damit klar, dass ein Interessent oder Kunde seiner Webseite einen Besuch abgestattet hat. Am besten läßt sich das mit dem Besuch eines realen Ladens vergleichen. Wenn man in den Laden geht, dann beginnt man seinen Besuch/Visit und wenn man ihn wieder verlässt, dann endet der Besuch/Visit.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen von der Regel. Wenn man nur mal schnell 5 Minuten in die Küche geht bzw. in einem realen Laden schnell zum Auto läuft, weil man sein Geld vergessen hat, dann zählt das nur als ein Visit, weil man nur eine Besuchsabsicht hatte.

Über die Metrik Visit läßt sich damit einfach messen, wieviele Besuchsabsichten pro Zeiteinheit vorgelegen haben und auch in die Tat umgesetzt wurden. Dabei spielt es keine Rolle, ob man etwas kauft, zurückbringt oder gleich wieder an der Tür kehrt macht.

Im Internet gibt es nicht nur echte Besucher, sondern auch jede Menge Automaten, die sich in den Netzweiten herumtreiben und mit jedem Abruf einer oder mehrerer Seite jeweils auch einen Visit erzeugen. Das bringt natürlich die Statistiken durcheinander. Deshalb versucht man durch technische Maßnahmen, diese meist unrelevanten Besuche herauszurechnen. Das Wie kann bei Interesse ein weiterer Blogeintrag werden.

Was ist eine Session?

Nun haben wir geklärt, was hinter dem Begriff Visit steckt, aber was ist dann eine Session?

Einfach gesagt, ist eine Session die technische Abbildung eines Besuchs/Visit. Die genutzte Technik und Software müssen sich nämlich merken, welche Anfragen zusammengehören, damit es möglich wird, Dinge wie ein Login oder einen Warenkorb technisch umzusetzen.

Sessions bestehen aus Daten, die Informationen über die Vorgänge des Visits zusammenfassen, oft als Sessioninformationen bezeichnet. Diese Datensätze haben im Regelfall eine begrenzte Lebenszeit. Wenn man seinen Visit beendet bzw. nicht fortsetzt, also nicht mehr klickt, dann beginnt eine Uhr zu ticken, die nach eine einstellbaren Zeit (oft 30 Minuten bis 2 Stunden), die Daten entfernt, damit es zu keinen Überläufen kommt. Das nennt sich Session-Timeout. Nimmt man vor Ablauf der Zeit seinen Besuch wieder auf, kommt also in den Laden zurück, dann beginnt die Uhr von Neuem zu ticken.

Vergleichbar ist es mit der Situation, dass man an der Kasse sein Geld nicht findet, den Korb schnell an der Kasse lässt, um Geld zu holen. Kommt man nun nicht rechtzeitig zurück, dann hat jemand den Korb ausgeräumt und die Waren zurückgestellt.

Die Anzahl der Sessions müsste eigentlich immer gleich der Anzahl der Visits sein. Da aber Visits oft anders gezählt werden, weil geschäftliche Kriterien dahinter stehen und keine technischen, liegen oft die Visits unter der Anzahl der Sessions pro Zeiteinheit.

Wir hoffen, dass diese kurze Erklärung hilft, die Begriffe Visit und Session zu verstehen und auseinander zu halten.

Topic: Performance, Testing, XLT | Comments (0) | Autor: Rene

Unterschied zwischen Visits und Pageviews

Sunday, 21. December 2008 0:53

Heute habe ich eine Suchanfrage zum Thema “Unterschied zw Visits und Pageviews” entdeckt. Da wir leider keine passende Antwort im Blog haben, soll es jetzt glatt eine geben. Kunde ist schließlich König. Hier nun als die Erklärung.

Was ist ein Visits?

Ein Visit ist der Besuch eines Kunden auf einer Webseite. Dabei gilt, dass der letzte Besuch bereits einige Zeit her sein muss, damit dieser neue Besuch als neuer Besuch gilt. Im Ecommerce wird häufig der Begriff Session/Sitzung verwendet. Dieser Begriff ist auch technisch geprägt, denn der Server besitzt interne Strukturen, die Details über den Besuch für eine gewisse Zeit speichern.

Ein Visit entsteht, wenn der Nutzer einen Request an einen Server schickt und als Antwort eine Webseite angezeigt bekommt. Die Anzeige der Webseite ist übrigens der Pageview, dazu aber später mehr. Ein Visit hat mindestens einen Pageview, typischerweise aber mehrere. Zeitlich zusammenhängende Pageviews eines Nutzers bilden damit einen Visit.

Als Beispiel sei einfach mal ein Besuch bei Amazon genannt. Man tippt www.amazon.de ein, bekommt eine Webseite angezeigt und schwupst hat man einen Visit erzeugt. Jetzt bewegt man sich durch den Shop und alles was man macht, fällt unter diesen einen Visits.

Sollte man eine gewisse Zeit nichts machen, also seinen Browser geschlossen haben oder einfach nicht klicken, dann beendet sich der Visit, denn auf der Serverseite werden die Informationen über den Besuch entfernt bzw. inaktiv gesetzt. Abhängig vom Webangebot ist ein  Zeitraum von 30 Minuten bis 24 Stunden möglich.

Wichtige Messgrößen sind die Länge eines Visits (Visit Duration), die Anzahl der Pageviews und der Abstand zwischen zwei Pageviews (Thinktime).

Andere Begriffe für Visits sind: Besuch, Besucher oder Session.

Was ist ein Pageview?

Ein Pageview stellt die Anzeige einer Webseite dar. Ich schicke also einen Request/Anfrage an einen Webserver und bekomme als Antwort eine Webseite, da ich sie sehe, ist das dann der Pageview.

Noch vor kurzer Zeit war für einen Pageview nur ein Request an den Server nötig, der mir eine Webseite lieferte. Mit weiteren Request hat dann der Browser Bilder, CSS und Javascript ergänzt und mir die Seite gezeigt. In der modernen Webwelt ist die Definition Pageview etwas weicher und ungenauer, denn AJAX und moderne Nutzerkonzepte tauschen keine kompletten Webseiten mehr aus, sondern ändern oft nur kleine Teile. Damit haben wir keinen Pageview mehr, sondern nur noch eine Interaction oder eine Action.

Bleiben wir aber einfach mal beim altmodischen Pageview. Ein Pageview wird durch einen Request (technisch) eingeleitet und durch die Antwort (Response) des Servers beendet. Diese Abfolge wird oft auch als Hit bezeichnet. Ein Seite kann nun andere Elemente beinhalten, zum Beispiel Bilder und CSS. Jedes dieser Elemente wird nun wieder mit Request/Response abgewickelt und formt wiederum einen weiteren Hit.

Ein Pageview besteht also aus einem HTML-Teil und vielen eingebetteten Elementen. Jede Komponente und der HTML-Teil verursachen jeweils einen Hit.

Wichtige Messgrößen sind zum Beispiel: Ladezeit der Page, Größe der Seite und Länge der Betrachtung, also die Zeit bis zum nächsten Klick.

Andere Begriffe für Pageview sind: Page Impression, Page Hit und Seitenaufruf.

Fazit

Ein Visit besteht also aus einem oder mehreren Pageviews und hat eine Dauer. Ein Pageview dagegen hat eine Laufzeit und besteht aus Elementen, die selbst als Request oder Hit bezeichnet werden.

Verwirrt? Macht nichts. Einfach in den Kommentaren fragen. Außerdem ist die Begrifflichkeit nicht fest definiert und wird oft leicht anderes verwendet.

Topic: Misc, Performance, Testing | Comments (5) | Autor: Rene